Planen Sie, mit Ihrem pelzigen Freund zu fliegen? Für eine reibungslose und stressfreie Reise ist es wichtig , die Rassenbeschränkungen der Fluggesellschaften zu kennen. Viele Fluggesellschaften haben spezielle Richtlinien bezüglich der Hunderassen, die sie an Bord zulassen, sei es in der Kabine oder als Fracht. Diese Beschränkungen basieren in erster Linie auf Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und des Wohlbefindens des Tieres, anderer Passagiere und Besatzungsmitglieder. In diesem Artikel werden die üblichen Beschränkungen erläutert, warum es sie gibt und was Sie tun können, um die sichere Reise Ihres Hundes zu gewährleisten.
Warum gibt es bei Fluggesellschaften Rassenbeschränkungen?
Rassenbeschränkungen bei Fluggesellschaften gibt es aus mehreren wichtigen Gründen, vor allem aus Sicherheitsgründen und zum Wohl der Tiere. Fluggesellschaften versuchen, potenzielle Risiken im Zusammenhang mit bestimmten Rassen zu minimieren, insbesondere mit solchen, die anfällig für gesundheitliche Probleme sind, die durch Flugreisen verschlimmert werden, oder solche, die als potenziell aggressiv gelten.
- Brachyzephale Rassen: Kurznasige Rassen wie Bulldoggen, Möpse und Boxer leiden häufig unter Atemproblemen. Flugreisen können diese Probleme aufgrund von Luftdruck- und Temperaturschwankungen noch verschlimmern.
- Sicherheitsbedenken: Einige Rassen sind aufgrund wahrgenommener Aggressivität oder einer höheren Wahrscheinlichkeit, während des Fluges Störungen zu verursachen, eingeschränkt. Dies basiert häufig auf Rassestereotypen und historischen Daten.
- Haftung: Fluggesellschaften möchten ihre Haftung für den Fall begrenzen, dass ein Hund während des Fluges krank wird oder sich verletzt. Rassespezifische gesundheitliche Anfälligkeiten erhöhen dieses Risiko.
Häufig eingeschränkte Hunderassen
Während die spezifischen Listen je nach Fluggesellschaft unterschiedlich sind, sind einige Hunderassen generell eingeschränkt. Diese Rassen fallen oft in die Kategorie brachyzephal (kurznasig) oder werden als potenziell gefährlich angesehen.
Brachyzephale (kurznasige) Rassen:
- Englische Bulldogge
- Französische Bulldogge
- Mops
- Boston Terrier
- Boxer
- Shih Tzu
- Pekinese
- Lhasa Apso
Andere häufig eingeschränkte Rassen:
- Pitbull-Rassen (American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bull Terrier)
- Rottweiler
- Dobermann
- Kanarischer Tropenpilz
- Akita
- Chow-Chow
- Wolfshybriden
Es ist wichtig zu beachten, dass für Mischlinge, die eine der aufgeführten Rassen enthalten, ebenfalls Beschränkungen gelten können. Erkundigen Sie sich immer bei der jeweiligen Fluggesellschaft nach deren vollständiger und aktueller Liste.
Fluggesellschaftsspezifische Richtlinien zu Rassenbeschränkungen
Jede Fluggesellschaft hat ihre eigenen Regeln und Vorschriften für die Mitnahme von Haustieren, darunter auch Einschränkungen hinsichtlich bestimmter Rassen. Um die genauesten und aktuellsten Informationen zu erhalten, sollten Sie sich unbedingt direkt an die Fluggesellschaft wenden, mit der Sie fliegen möchten. Verlassen Sie sich nicht auf allgemeine Informationen; informieren Sie sich über die Besonderheiten Ihres Hundes und Ihre Reisedaten.
- Überprüfen Sie die Website der Fluggesellschaft: Die meisten Fluggesellschaften haben auf ihrer Website einen eigenen Bereich für die Reise mit Haustieren. Suchen Sie nach detaillierten Informationen zu eingeschränkten Rassen, Größen- und Gewichtsbeschränkungen und erforderlichen Unterlagen.
- Kontaktieren Sie den Kundenservice: Rufen Sie den Kundenservice der Fluggesellschaft an, um mit einem Mitarbeiter zu sprechen, der Ihre spezifischen Fragen zu Rassenbeschränkungen und anderen Reiseanforderungen für Haustiere beantworten kann.
- Lesen Sie das Kleingedruckte: Achten Sie genau auf die Geschäftsbedingungen für die Reise mit Haustieren. Dieser Abschnitt enthält oft wichtige Details zu Haftung, Gesundheitszeugnissen und anderen Anforderungen.
Wenn Sie die Richtlinien der Fluggesellschaft nicht einhalten, kann es sein, dass Ihrem Hund die Beförderung verweigert wird, selbst wenn Sie ein gültiges Ticket haben. Eine gründliche Vorbereitung ist der Schlüssel.
Alternativen, wenn Ihr Hund einer eingeschränkten Rasse angehört
Wenn Ihr Hund einer eingeschränkten Rasse angehört, ist das Fliegen möglicherweise trotzdem möglich, aber Sie müssen möglicherweise alternative Optionen prüfen. Geben Sie die Hoffnung nicht auf; ziehen Sie diese Strategien in Betracht.
- Emotional Support Animal (ESA) oder Service Animal: Während im Allgemeinen Rassenbeschränkungen gelten, sind zertifizierte Servicetiere oft davon ausgenommen. Auch für emotionale Unterstützungstiere können bestimmte Ausnahmen gelten, dies wird jedoch zunehmend reguliert und erfordert eine ordnungsgemäße Dokumentation. Beachten Sie die aktuellen ESA-Vorschriften, da diese in den letzten Jahren strenger geworden sind.
- Bodentransport: Erwägen Sie, Ihren Hund mit dem Auto zu Ihrem Ziel zu bringen. Das kann zwar länger dauern, aber Sie vermeiden die Risiken und Einschränkungen, die mit einer Flugreise verbunden sind.
- Professionelle Tiertransportdienste: Auf Tiertransporte spezialisierte Unternehmen können die Logistik für den Transport Ihres Hundes übernehmen. Dabei kommen oft Bodentransporte oder spezielle Luftfrachtdienste zum Einsatz, für die möglicherweise andere Einschränkungen gelten.
Denken Sie daran, dass es illegal und unethisch ist, Ihren Hund als Diensttier auszuweisen, ohne die entsprechende Zertifizierung zu haben. Seien Sie immer ehrlich und transparent, was die Rasse und den Status Ihres Hundes angeht.
Bereiten Sie Ihren Hund auf eine Flugreise vor (sofern erlaubt)
Wenn Ihr Hund fliegen darf, ist eine angemessene Vorbereitung für seinen Komfort und seine Sicherheit unerlässlich. Dazu gehört alles, von der Eingewöhnung in die Transportbox bis hin zur Sicherstellung, dass er über die erforderlichen Gesundheitsdokumente verfügt.
- Gewöhnung an die Transportbox: Beginnen Sie schon lange vor dem Flug damit, Ihren Hund an die Transportbox zu gewöhnen. Sorgen Sie für eine positive Erfahrung, indem Sie Leckerlis und Spielzeug hineinlegen.
- Tierärztliche Untersuchung: Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrem Tierarzt, um sicherzustellen, dass Ihr Hund gesund genug für den Flug ist. Besorgen Sie sich ein von der Fluggesellschaft gefordertes Gesundheitszeugnis.
- Richtige Identifizierung: Stellen Sie sicher, dass Ihr Hund ein sicheres Halsband mit Identifikationsmarken trägt, auf denen Ihre Kontaktinformationen stehen. Erwägen Sie für zusätzliche Sicherheit die Einpflanzung eines Mikrochips bei Ihrem Hund.
- Flüssigkeitszufuhr und Fütterung: Geben Sie Ihrem Hund vor und nach dem Flug Wasser. Vermeiden Sie es, Ihrem Hund unmittelbar vor der Reise eine große Mahlzeit zu geben, um Reisekrankheit vorzubeugen.
Ein gut vorbereiteter Hund hat mit größerer Wahrscheinlichkeit ein angenehmes und stressfreies Reiseerlebnis. Ihr Wohlbefinden steht während des gesamten Vorgangs an erster Stelle.
Tipps für einen reibungslosen Flug mit Ihrem Hund
Auch bei sorgfältiger Vorbereitung können bei Flugreisen unerwartete Herausforderungen auftreten. Diese Tipps können Ihnen helfen, potenzielle Probleme zu umgehen und eine angenehmere Reise für Sie und Ihren Hund zu gewährleisten.
- Kommen Sie früh: Planen Sie am Flughafen ausreichend Zeit für den Check-in und die Sicherheitskontrollen ein.
- Informieren Sie das Flugpersonal: Informieren Sie das Flugpersonal, dass Sie mit einem Hund reisen. So kann es Ihnen helfen und sicherstellen, dass die Bedürfnisse Ihres Hundes erfüllt werden.
- Bleiben Sie ruhig: Ihr Hund spürt Ihre Angst. Bleiben Sie ruhig und beruhigend, damit er sich sicherer fühlt.
- Behalten Sie Ihren Hund im Auge: Behalten Sie Ihren Hund während des gesamten Fluges im Auge, insbesondere während Start und Landung.
Indem Sie proaktiv und aufmerksam bleiben, können Sie Stress minimieren und ein positives Reiseerlebnis für alle Beteiligten sicherstellen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Nein, die Richtlinien der Fluggesellschaften zu Rassenbeschränkungen variieren erheblich. Es ist wichtig, sich bei der jeweiligen Fluggesellschaft, mit der Sie reisen möchten, über deren aktuellste Bestimmungen zu informieren. Einige Fluggesellschaften haben möglicherweise weniger strenge Richtlinien als andere, während andere bestimmte Rassen vollständig verbieten.
Wenn Sie versuchen, mit einer verbotenen Rasse zu fliegen, ohne dies anzugeben, kann dies dazu führen, dass Ihrem Hund die Beförderung verweigert wird. Die Fluggesellschaft kann bei Verstößen gegen ihre Richtlinien auch Geldbußen oder andere Strafen verhängen. Ehrlichkeit und Transparenz sind beim Reisen mit Haustieren unerlässlich.
Ein tierärztliches Attest kann zwar hilfreich sein, garantiert aber nicht, dass die Fluggesellschaft Ihren Hund mit brachyzephaler Rasse fliegen lässt. Viele Fluggesellschaften haben strenge Richtlinien gegen den Transport dieser Rassen, da bei Flugreisen das Risiko von Atemnot erhöht ist. Lassen Sie sich dies immer von der Fluggesellschaft bestätigen, auch wenn Sie ein tierärztliches Attest haben.
Im Allgemeinen sind ordnungsgemäß dokumentierte und ausgebildete Diensthunde von Rassenbeschränkungen ausgenommen. Fluggesellschaften können jedoch dennoch Dokumente verlangen, um den Status des Hundes als Diensttier zu bestätigen. Halten Sie die erforderlichen Unterlagen und Ausweise bereit.
Die erforderlichen Unterlagen variieren je nach Fluggesellschaft und Zielort, umfassen aber in der Regel ein Gesundheitszeugnis, das innerhalb eines bestimmten Zeitraums (normalerweise 10 Tage) vor dem Flug von einem Tierarzt ausgestellt wurde. Möglicherweise benötigen Sie auch einen Nachweis über eine Tollwutimpfung und andere erforderliche Impfungen. Erkundigen Sie sich bei der Fluggesellschaft und den Vorschriften des Ziellandes.
Auch wenn Ihr Hund ein Mischling ist, werden viele Fluggesellschaften ihn dennoch einschränken, wenn er sichtbare Merkmale einer eingeschränkten Rasse aufweist. Am besten wenden Sie sich an die Fluggesellschaft und stellen ihr ein Foto Ihres Hundes zur Verfügung, um zu bestätigen, ob er fliegen darf.