Eine ausreichende Kalorienzufuhr für eine trächtige Hündin ist entscheidend für ihre Gesundheit und die gesunde Entwicklung ihrer Welpen. Die richtige Ernährung während der Trächtigkeit unterstützt alles, vom Wachstum des Fötus bis zur Milchproduktion nach der Geburt. Die Überwachung und Anpassung ihrer Ernährung hilft ihr, ein gesundes Gewicht zu halten und die notwendigen Nährstoffe für eine erfolgreiche Trächtigkeit bereitzustellen.
✔️ Die Ernährungsbedürfnisse einer trächtigen Hündin verstehen
Der Nährstoffbedarf einer trächtigen Hündin verändert sich während der Trächtigkeit erheblich. In der Anfangsphase steigt ihr Kalorienbedarf möglicherweise nicht dramatisch an. Im weiteren Verlauf der Trächtigkeit, insbesondere im letzten Trimester, steigt ihr Bedarf an Kalorien und bestimmten Nährstoffen wie Protein und Kalzium jedoch deutlich an.
Dieser erhöhte Bedarf unterstützt das schnelle Wachstum der Welpen. Er trägt auch zur Erhaltung der körperlichen Verfassung der Mutter bei. Werden diese Bedürfnisse nicht erfüllt, kann dies zu gesundheitlichen Problemen sowohl bei der Mutter als auch bei ihren Welpen führen.
Die Konsultation eines Tierarztes ist unerlässlich, um die spezifischen Ernährungsanforderungen Ihres Hundes basierend auf seiner Rasse, Größe und seinem allgemeinen Gesundheitszustand zu bestimmen.
🗓️ Kalorienzunahme im Trimester
Die Trächtigkeit einer Hündin dauert etwa 63 Tage und ist in drei Trimester unterteilt. Die Kalorienzufuhr sollte entsprechend angepasst werden:
- Erstes Trimester (Woche 1–3): In dieser Zeit bleibt der Kalorienbedarf relativ stabil. Füttern Sie Ihr Baby weiterhin wie gewohnt und überwachen Sie sein Gewicht.
- Zweites Trimester (Woche 4–6): Erhöhen Sie die Nahrungsaufnahme Ihres Babys schrittweise. Am Ende dieses Trimesters benötigt Ihr Baby möglicherweise 25–50 % mehr Kalorien als üblich.
- Drittes Trimester (Woche 7–9): In dieser Zeit wachsen die Welpen am schnellsten. Erhöhen Sie ihre Nahrungsaufnahme deutlich, möglicherweise um bis zu 50–100 % mehr als vor der Schwangerschaft.
Denken Sie daran, ihr Gewicht während der gesamten Schwangerschaft genau zu überwachen. Passen Sie ihre Nahrungsaufnahme entsprechend an, um einen gesunden Körperzustand zu erhalten. Vermeiden Sie Überfütterung, da Übergewicht zu Komplikationen während der Geburt führen kann.
🐾 Die richtige Ernährung wählen
Die Auswahl eines hochwertigen Hundefutters ist besonders während der Trächtigkeit wichtig. Achten Sie auf Futter, das speziell für trächtige oder säugende Hündinnen oder Welpen entwickelt wurde. Diese Futtermittel enthalten in der Regel mehr Protein, Fett und wichtige Nährstoffe wie Kalzium und Phosphor.
Achten Sie auf eine ausgewogene Vitamin- und Mineralstoffversorgung des Futters. Dies unterstützt sowohl die Gesundheit der Mutter als auch die gesunde Entwicklung der Welpen. Achten Sie auf die Zutatenliste, um sicherzustellen, dass echtes Fleisch enthalten ist, und vermeiden Sie Futter mit übermäßigen Füllstoffen oder künstlichen Zusatzstoffen.
Berücksichtigen Sie bei der Auswahl von Lebensmitteln folgende Faktoren:
- Proteingehalt: Suchen Sie nach einem Futter mit mindestens 29 % Protein auf Trockenmassebasis.
- Fettgehalt: Streben Sie einen Fettgehalt von etwa 17 % oder mehr auf Trockenmassebasis an.
- Kalzium und Phosphor: Diese Mineralien sind für die Knochenentwicklung bei Welpen entscheidend.
- Verdaulichkeit: Wählen Sie ein leicht verdauliches Futter, um die Nährstoffaufnahme zu maximieren.
🍽️ Fütterungsplan und Portionskontrolle
Anstatt eine große Mahlzeit pro Tag zu füttern, teilen Sie die tägliche Futterration auf mehrere kleinere Portionen auf. Dies kann Verdauungsstörungen vorbeugen und eine gleichmäßigere Nährstoffversorgung der Welpen gewährleisten. Kleinere, häufigere Portionen können auch die Beschwerden lindern, die durch den Druck der wachsenden Gebärmutter auf den Bauch entstehen.
Ein guter Fütterungsplan sieht drei bis vier kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt vor. So bleibt ihr Energielevel stabil und sie fühlt sich wohler. Stellen Sie immer frisches, sauberes Wasser bereit.
Eine gute Portionskontrolle ist unerlässlich, um Überfütterung zu vermeiden. Überwachen Sie regelmäßig Gewicht und Körperzustand Ihres Tieres. Passen Sie die Portionsgrößen an Ihre individuellen Bedürfnisse und die Empfehlungen Ihres Tierarztes an.
⚖️ Überwachung der Gewichtszunahme und des Körperzustands
Die regelmäßige Überwachung des Gewichts und der körperlichen Verfassung Ihrer trächtigen Hündin ist entscheidend. Achten Sie während der gesamten Trächtigkeit auf eine gleichmäßige, allmähliche Gewichtszunahme. Vermeiden Sie plötzliche Gewichtsspitzen oder -abfälle, da diese auf gesundheitliche Probleme hinweisen können.
Sie sollten ihre Rippen leicht ertasten, aber nicht sehen können. Eine gesunde, trächtige Hündin sollte eine sichtbare Taille haben, aber nicht zu dünn sein. Wenn Sie sich Sorgen um ihr Gewicht machen, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.
Zu berücksichtigende Faktoren bei der Überwachung der Gewichtszunahme:
- Wöchentliches Wiegen: Notieren Sie jede Woche ihr Gewicht, um ihre Fortschritte zu verfolgen.
- Rippenabtastung: Tasten Sie regelmäßig ihre Rippen ab, um ihren Körperzustand zu beurteilen.
- Tierärztliche Untersuchungen: Nehmen Sie an allen geplanten Vorsorgeuntersuchungen teil, um ihre Gesundheit und die Entwicklung der Welpen zu überwachen.
🩺 Nahrungsergänzungsmittel und tierärztliche Beratung
Während hochwertiges, trächtiges Hundefutter die meisten notwendigen Nährstoffe liefern sollte, können manche Hunde von Nahrungsergänzungsmitteln profitieren. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, bevor Sie Ihrer Hündin Nahrungsergänzungsmittel geben. Übermäßige Nahrungsergänzung kann schädlich sein.
Kalziumpräparate sollten nur auf ausdrückliche Empfehlung Ihres Tierarztes verabreicht werden. Zu viel Kalzium kann zu Komplikationen während der Wehen und der Geburt führen. Regelmäßige tierärztliche Untersuchungen sind während der gesamten Schwangerschaft unerlässlich.
Ihr Tierarzt kann:
- Beurteilen Sie ihren allgemeinen Gesundheitszustand und ihre Ernährungsbedürfnisse.
- Empfehlen Sie bei Bedarf entsprechende Ergänzungsmittel.
- Überwachen Sie die Entwicklung der Welpen per Ultraschall oder Abtasten.
- Geben Sie Anleitungen zur Vorbereitung auf die Wehen und die Entbindung.
⚠️ Mögliche Probleme und wann Sie einen Tierarzt aufsuchen sollten
Während der Trächtigkeit einer Hündin können verschiedene Probleme auftreten. Es ist wichtig, sich dieser Probleme bewusst zu sein und zu wissen, wann ein Tierarzt aufgesucht werden sollte. Appetitlosigkeit, Erbrechen, Lethargie oder plötzlicher Gewichtsverlust sind Warnsignale.
Weitere Anzeichen, die sofortige tierärztliche Hilfe erfordern, sind Vaginalausfluss, Bauchschmerzen oder Atembeschwerden. Diese Symptome können auf ein ernstes Problem hinweisen, das eine sofortige Behandlung erfordert.
Kontaktieren Sie sofort Ihren Tierarzt, wenn Sie eines der folgenden Dinge bemerken:
- Appetitlosigkeit oder Nahrungsverweigerung.
- Übermäßiges Erbrechen oder Durchfall.
- Lethargie oder Schwäche.
- Vaginalausfluss (insbesondere wenn er blutig oder übelriechend ist).
- Bauchschmerzen oder Blähungen.
- Atembeschwerden.
❓ Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Wie viel Futter Sie Ihrer trächtigen Hündin hinzufügen müssen, hängt vom Trimester ab. Im ersten Trimester ist keine signifikante Erhöhung erforderlich. Im zweiten Trimester erhöhen Sie die Futtermenge um 25–50 %. Im dritten Trimester erhöhen Sie die Futtermenge um 50–100 % der Futtermenge vor der Trächtigkeit. Behalten Sie stets ihr Gewicht und ihren Körperzustand im Auge und passen Sie die Futtermenge entsprechend an.
Am besten eignet sich hochwertiges Hundefutter für trächtige oder säugende Hündinnen oder Welpen. Achten Sie auf Futter mit hohem Protein- und Fettgehalt sowie wichtigen Nährstoffen wie Kalzium und Phosphor. Achten Sie auf die Zutatenliste, um sicherzustellen, dass Ihr Hund echtes Fleisch enthält, und vermeiden Sie Futter mit übermäßigen Füllstoffen oder künstlichen Zusatzstoffen.
Nahrungsergänzungsmittel sollten nur auf ausdrückliche Empfehlung Ihres Tierarztes gegeben werden. Hochwertiges Hundefutter sollte die meisten notwendigen Nährstoffe liefern. Übermäßige Nahrungsergänzung kann schädlich sein. Insbesondere Kalziumpräparate sollten nur unter tierärztlicher Anleitung verabreicht werden.
Teilen Sie die tägliche Futterration auf mehrere kleinere Mahlzeiten auf, normalerweise drei- bis viermal täglich. Dies kann Verdauungsstörungen vorbeugen und eine gleichmäßigere Nährstoffversorgung der Welpen gewährleisten. Es kann auch Beschwerden lindern, die durch die wachsende Gebärmutter verursacht werden.
Anzeichen für ein Problem sind Appetitlosigkeit, Erbrechen, Lethargie, plötzlicher Gewichtsverlust, vaginaler Ausfluss, Bauchschmerzen oder Atembeschwerden. Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, wenden Sie sich sofort an Ihren Tierarzt.