Laufhunde, bekannt für ihre unglaublichen Nasen und ihr freundliches Wesen, können manchmal unerwünschtes Verhalten zeigen, wie zum Beispiel das Anspringen von Gästen. Dieses Verhalten, oft aus Aufregung, kann überfordernd und sogar gefährlich sein. Ihrem Laufhund beizubringen, Besucher ruhig zu begrüßen, erfordert Geduld, Konsequenz und positive Verstärkung. Wenn Sie dieses Verhalten frühzeitig ansprechen, kann dies sowohl für Ihren Hund als auch für Ihre Gäste ein angenehmeres Erlebnis schaffen. Dieser Leitfaden bietet praktische Strategien, die Ihnen helfen, das Anspringen Ihres Laufhundes zu kontrollieren und zu modifizieren.
Verstehen, warum Laufhunde springen
Bevor Sie sich mit Trainingstechniken befassen, ist es wichtig, die Gründe für das Springen Ihres Laufhundes zu verstehen. Das Erkennen der Motivation hinter dem Verhalten hilft Ihnen, Ihren Trainingsansatz effektiv anzupassen.
- Aufregung: Laufhunde sind von Natur aus enthusiastisch und springen möglicherweise, um ihre Freude auszudrücken, wenn sie jemanden sehen.
- Aufmerksamkeitssuche: Durch Springen kann Ihr Hund Ihre Aufmerksamkeit oder die Aufmerksamkeit Ihrer Gäste erregen.
- Dominanz: In manchen Fällen kann Springen ein Zeichen von Dominanz sein, obwohl dies seltener vorkommt als andere Gründe.
- Mangelndes Training: Wenn Ihrem Laufhund keine alternativen Begrüßungsmethoden beigebracht wurden, kann das Springen sein Standardverhalten sein.
Effektive Trainingstechniken
Verschiedene Trainingstechniken können Ihnen helfen, Ihren Laufhund davon abzuhalten, Gäste anzuspringen. Konsequenz ist entscheidend, und es ist wichtig, alle Mitglieder Ihres Haushalts in den Trainingsprozess einzubeziehen.
1. Der „Aus“-Befehl
Das Kommando „Aus“ ist eine einfache und effektive Methode, das Springen zu unterbinden. Mit diesem Kommando lernt Ihr Hund, dass Springen nicht erlaubt ist und dass er alle vier Pfoten auf dem Boden haben sollte.
- Beginnen Sie mit dem Leinentraining: Üben Sie das Kommando „Aus“, während Ihr Hund an der Leine ist. Wenn er springt, sagen Sie fest „Aus“ und führen Sie ihn sanft zurück zum Boden.
- Belohnen Sie ruhiges Verhalten: Wenn Ihr Hund auf dem Boden liegt, belohnen Sie ihn sofort mit Lob oder einem Leckerli.
- Konsequenz ist entscheidend: Wiederholen Sie diese Übung regelmäßig, bis Ihr Hund den Befehl verstanden hat.
- Verallgemeinern Sie den Befehl: Üben Sie den Befehl „Aus“ an verschiedenen Orten und mit verschiedenen Personen, um sicherzustellen, dass Ihr Hund ihn in verschiedenen Situationen versteht.
2. Der Befehl „Sitz“ oder „Bleib“
Wenn Sie Ihrem Laufhund „Sitz“ oder „Bleib“ beibringen, bietet dies eine Alternative zum Springen. Diese Befehle können verwendet werden, um seine Energie umzulenken und eine ruhigere Begrüßung zu fördern.
- Bringen Sie Ihrem Hund die Grundlagen bei: Sorgen Sie dafür, dass er die Kommandos „Sitz“ und „Bleib“ zuverlässig beherrscht.
- Üben Sie an der Tür: Bevor Sie einem Gast die Tür öffnen, lassen Sie Ihren Hund sitzen oder bleiben.
- Belohnen Sie Gehorsam: Wenn Ihr Hund beim Eintreten des Gastes sitzen bleibt oder stehen bleibt, belohnen Sie ihn großzügig.
- Richtiges Springen: Wenn Ihr Hund aus der Sitz- oder Bleib-Position ausbricht und springt, wiederholen Sie ruhig den Befehl und führen Sie ihn zurück in die Position.
3. Ignorieren Sie das Springen
Springen ist oft ein Verhalten, um Aufmerksamkeit zu erregen. Ignorieren Sie Ihren Hund, wenn er springt, kann eine effektive Möglichkeit sein, das Verhalten zu unterbinden.
- Wegdrehen: Wenn Ihr Hund springt, drehen Sie ihm sofort den Rücken zu und vermeiden Sie Augenkontakt.
- Nicht sprechen oder berühren: Sprechen Sie nicht mit Ihrem Hund und berühren Sie ihn nicht, während er springt.
- Warten Sie, bis Ruhe einkehrt: Schenken Sie Ihrem Hund erst dann Aufmerksamkeit, wenn alle vier Pfoten auf dem Boden sind.
- Seien Sie konsequent: Diese Methode erfordert Konsequenz von allen, die mit Ihrem Hund interagieren.
4. Lenken Sie ihre Aufmerksamkeit um
Wenn Sie die Aufmerksamkeit Ihres Laufhundes umlenken, können Sie das Springen verhindern, indem Sie ihm eine alternative Beschäftigung bieten.
- Verwenden Sie ein Spielzeug: Bewahren Sie ein Lieblingsspielzeug in der Nähe des Eingangs auf und bieten Sie es Ihrem Hund an, wenn Gäste eintreffen.
- Puzzlespielzeug: Geben Sie Ihrem Kind ein mit Leckereien gefülltes Puzzlespielzeug, um es zu beschäftigen.
- Kauspielzeug: Ein langlebiges Kauspielzeug kann ebenfalls dazu beitragen, die Energie Ihres Hundes umzulenken.
- Geistige Anregung: Die Umleitung der Energie funktioniert am besten, wenn Ihr Hund geistig angeregt wird.
5. Verwalten Sie die Umgebung
Durch die Änderung der Umgebung können Sie das Springen verhindern, insbesondere in Situationen, in denen Sie mit der Ankunft von Gästen rechnen.
- Verwenden Sie eine Leine: Halten Sie Ihren Hund an der Leine, wenn Sie wissen, dass Gäste kommen. So haben Sie mehr Kontrolle über seine Bewegungen.
- Richten Sie einen bestimmten Bereich ein: Richten Sie einen bestimmten Bereich ein, beispielsweise eine Kiste oder ein Bett, in den Ihr Hund gehen kann, wenn Gäste kommen.
- Babygitter: Verwenden Sie ein Babygitter, um eine physische Barriere zwischen Ihrem Hund und Ihren Gästen zu schaffen.
- Sicherer Bereich: Stellen Sie sicher, dass der vorgesehene Bereich für Ihren Hund bequem und einladend ist.
Einbeziehung der Gäste in den Trainingsprozess
Für ein erfolgreiches Training ist die Mithilfe Ihrer Gäste entscheidend. Bringen Sie ihnen bei, wie sie mit Ihrem Scenthound interagieren und das gewünschte Verhalten verstärken.
- Erklären Sie das Training: Informieren Sie Ihre Gäste über die Trainingsmethoden, die Sie verwenden.
- Bitten Sie um Kooperation: Fordern Sie sie auf, Ihren Hund zu ignorieren, wenn er springt, und ihm erst dann Aufmerksamkeit zu schenken, wenn alle vier Pfoten auf dem Boden sind.
- Leckerlis zur Hand: Geben Sie Gästen Leckerlis, um Ihren Hund für ruhiges Verhalten zu belohnen.
- Konsequenter Ansatz: Stellen Sie sicher, dass die Gäste verstehen, wie wichtig Konsequentheit für die Verstärkung des gewünschten Verhaltens ist.
Die zugrunde liegende Angst ansprechen
Manchmal kann Springen ein Zeichen für Angst oder Stress sein. Die Behandlung dieser Probleme kann helfen, das Verhalten zu reduzieren.
- Auslöser identifizieren: Finden Sie heraus, was die Angst Ihres Hundes auslöst.
- Schaffen Sie eine ruhige Umgebung: Sorgen Sie für eine sichere und angenehme Umgebung für Ihren Hund.
- Wenden Sie sich an einen Fachmann: Wenn die Angst stark ist, wenden Sie sich an einen Tierarzt oder zertifizierten Hundetrainer.
- Techniken zur Angstreduzierung: Setzen Sie Techniken wie beruhigende Musik oder Pheromon-Diffusoren ein.
Wann Sie professionelle Hilfe suchen sollten
Wenn Sie Schwierigkeiten haben, das Springverhalten Ihres Laufhundes allein in den Griff zu bekommen, zögern Sie nicht, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
- Zertifizierter Hundetrainer: Ein zertifizierter Hundetrainer kann individuelle Anleitung und Trainingstechniken bieten.
- Tierarzt: Ihr Tierarzt kann alle zugrunde liegenden Erkrankungen ausschließen, die zu diesem Verhalten beitragen könnten.
- Verhaltensforscher: Ein tierärztlicher Verhaltensforscher kann bei der Behandlung komplexerer Verhaltensprobleme helfen.
- Frühzeitiges Eingreifen: Wenn Sie frühzeitig Hilfe suchen, können Sie verhindern, dass sich das Verhalten festsetzt.
Langfristigen Erfolg sichern
Einen Laufhund davon abzuhalten, Gäste anzuspringen, erfordert ständige Anstrengung und Pflege. Konsequenz und positive Verstärkung sind der Schlüssel zum langfristigen Erfolg.
- Weiter trainieren: Vertiefen Sie regelmäßig die erlernten Trainingstechniken.
- Positive Verstärkung: Belohnen Sie Ihren Hund weiterhin für ruhiges Verhalten.
- Konsequenz: Bleiben Sie in Ihrem Vorgehen konsequent, auch wenn sich Ihr Hund gut benimmt.
- Passen Sie es nach Bedarf an: Seien Sie darauf vorbereitet, Ihre Trainingstechniken anzupassen, wenn sich die Bedürfnisse Ihres Hundes ändern.